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Das Jahr 1967 stand ganz im Zeichen des Spielmannszuges. Man feierte das 15-jährige Bestehen des Zuges mit einer Veranstaltung im Saale Becker. Die noch aktiven Gründer Erich Lotz, Karl Hagner, Willi Diehl und Wilhelm Demant wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Beim Wettstreit in Katzenfuhrt wurde der hohe Leistungsstand der Spielleute bestätigt. Von dem Überschuss aus der Jubiläumsveranstaltung, von Spenden und eingespieltem Geld, schaffte der Spielmannszug 30 Metallpfeifen und eine neue Pauke an. Die Kasse der Wehr wurde nicht belastet. Auf Betreiben von Kamerad Hans Scholl wurde ein Schülerspielmannszug gegründet, der sich reger Beteiligung erfreute. Ein weiteres Ereignis war die Gründung einer aktiven Jugendfeuerwehrgruppe, Die erste Lorbeeren bei der Bezirksübung in Greifenstein erwarb und deren Tätigkeit von Kreisbrandinspektor Keul besondere Anerkennung fand. Alle Jugendlichen, aktive Jugendfeuerwehrleute und Spielleute wurden in der Jugendfeuerwehr-Gruppe zusammengefasst. Die "Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Berghausen" war geboren. 33 Jugendliche waren in der Gruppe tätig. Bei den Wahlen zum Jugendausschuss wurden die Kameraden Bernd Gack für die Einsatzgruppe und Hans Scholl für den Schülerspielmannszug als Betreuer (Jugendfeuerwehrwarte) gewählt. Der alte Spielmannszug (nunmehr Seniorenzug) fuhr im Juli nach Hundstadt, um an einem Freundschaftsspiel des Fanfarenzug Hundstadt teilzunehmen. Besonderen Anklang fanden beim Publikum die vorgetragenen Hörnermärsche. Im Sommer beteiligten sich die Aktiven an der Aktion "Unser Dorf soll schöner werden". Die einzelnen Löschgruppen übernahmen das Bewässern der ihnen zugewiesenen Grünanlagen bei Trockenheit. Außerdem wurde ein Kletterbaum im Wald geholt und auf dem Spielplatz bei dem Bachborn aufgestellt.

Kamerad Bernd Gack wird 1969 stellvertretender Ortsbrandmeister für den aus dem Vorstand ausscheidenden Fritz Tropp. In diesem Jahr begann ein langgehegter Wunsch der Wehr Wirklichkeit zu werden. Die Gemeindevertretung beschloss am 10.04.1969 den Bau des Feuerwehrgerätehauses in zwei Bauabschnitten. 1969 sollte der Rohbau errichtet, 1970 der Innenausbau vorgenommen werden. Das Gerätehaus sollte auf dem ehemaligen Schulhof an der Friedenstraße im Anschluss an die WC-Anlage errichtet werden. Vorgesehen waren 2 Garagenplätze für Feuerwehrfahrzeuge, ein Raum für Kleingeräte, ein Unterrichtsraum und Sanitärräume. Aufgrund der Geländeverhältnisse sollten in dem sich ergebenden Kellergeschoss PKW-Garagen zur Vermietung eingebaut werden. Im Mai und Juni wurde ein 1.-Hilfelehrgang für die Mitglieder der Wehr durch das DRK durchgeführt. Lehrgangsleiter war Heinz Dietrich, Aßlar. Am Lehrgang haben insbesondere die aktiven Feuerwehrleute mit ihren Ehefrauen teilgenommen. Im Juli besuchte der Schülerspielmannszug einen Wettstreit in Hungen.

Im Januar 1970 unterbreitete die Feuerwehr der Gemeindevorstand den Vorschlag, das Gerätehaus zwischen der ehemaligen Schule und dem Anwesen Becker als einfachen Zweckbau ohne Unterkellerung für 2 Fahrzeuge zu errichten, wenn der Feuerwehr ein Unterichts- Nebenraum in der ehemaligen Schule bereitgestellt werde. In den Wintermonaten fand ein 1.- Hilfelehrgang für die Jugendfeuerwehr statt. Lehrgangsleiter war Jochen Rautenstrauch vom Malteser-Hilfsdienst. Der Spielmannszug veranstaltete am 31.01 eine öffentliche Karnevalsveranstaltung im Saale Becker. Paradevorträge wie "Die Spielmannszug-Frau" (Renate Diehl), "Der Gärtner" (Friedel Moos), "Der Bauherr" (Günter Schweitzer), "Das Mini-Mädchen" (Heinz Rußmann), "Die Made" (Karl Schneider II), "Die Dicke von Spatzenhausen" (Wilhelm Demant) rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Eine Gruppe Feuerwehrleute errang beim Volksgehen in Aßlar einen beachtenswerten 4. Platz bei einer Beteiligung von 16 Mannschaften. Im August wurde mit dem Bau des Gerätehauses begonnen. Die Mauer- und Betonarbeiten, später die feuerhemmende Decke und die Elektroinstallation wurden von den Mitgliedern in Eigenleistung ausgeführt. Auch wurden in diesem Jahr die Löschwasserversorgung durch die Fertigstellung des neuen Hochbehälters wesentlich verbessert. Es standen nunmehr 96 cbm in der Zisterne und 200 cbm Brandreserve - 296 cbm Löschwasser zur Verfügung. Besonders erwähnenswert war der Einsatz von drei Jugendfeuerwehrleuten, Karl Schneider II, Bernd Rußmann und Eberhard Löll, die in einwöchigem Einsatz in Tag- und Nachtbetrieb mit der TSA 8 Trinkwasser vom alten zum neuen Hochbehälter pumpten.

Heinz Weckert wurde 1971 zum stellvertretenden Brandmeister gewählt. Vom 27. bis 29.08. fand das inzwischen schon zur Tradition gewordene Zeltlager der Jugendfeuerwehr in der Langwiese statt. Am 12.11.1971 erhielt die Wehr einen Ford "Transit" als Feuerwehrfahrzeug, bestückt mit den bereits vorhandenen Geräten.

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